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Design & Programmierung
Arztbesuch per Internet
Weite Anfahrtswege, lange Wartezeiten – insbesondere in ländlichen Gebieten wie Oberfranken ist der Arztbesuch oft mir großem Aufwand verbunden. Der Ärztemangel in vielen
abgelegenen Regionen wird dabei vor allem für ältere oder chronisch kranke Menschen, die häufiger zum Arzt müssen, schnell zum Problem. Die drei Bayreuther Unternehmen TMT
TeleService GmbH & Co. KG, TMT Media GmbH & Co. KG sowie a.k.m. Agentur für Kommunikation & Marketing GmbH & Co. KG arbeiten deshalb gemeinsam mit dem Lehrstuhl
Regionalentwicklung und Raumordnung der TU Kaiserslautern an einer Möglichkeit, das Problem auf technischem Wege zu lösen.
Statt kilometerweiter Fahrten zur nächsten Arztpraxis soll die Diagnose via Bildschirm – unterstützt durch entsprechende Software – künftig sowohl Kranke als auch
Ärzte zeitlich entlasten. „Virtuelle Arztpraxis – CMS-based Health Video Net“ heißt das Projekt, dass die Bayreuther vom Montag an am Rheinland-Pfalz-Stand auf der
HannoverMesse präsentieren.
Arztbesuch per Videokonferenz
„Seit Jahren können wir in Deutschland beobachten, wie sich immer mehr Ärzte auf dem Land zur Ruhe setzen, ohne dass Nachfolger die Praxen weiterführen“, sagt Matthias
Fischer, Geschäftsführer der a.k.m. Und es sei davon auszugehen, so Fischer weiter, dass die Entwicklung anhalte und sich die ärztliche Versorgung auf dem Land weiter verschlechtern
werde.
Einen Ausweg könnte daher der Kontakt mir den Ärzten in einer Art Videokonferenz bieten, betont Markus Spona, Geschäftsführer der TMT Media. „Jemand, der beispielsweise
nach einer überstandenen Krankheit den Arzt konsultieren muss, könnte dies durchaus via Videoübertragung tun.“
Als Zielgruppe haben die Bayreuther vor allem Reha-Patienten und chronisch Kranke im Blick. So will man beispielsweise auch spezielle Hardware einsetzen, mit deren Hilfe Diabetiker die Werte ihres
Blutzuckermessgerätes direkt vom heimischen Computer oder von einem umgerüsteten TV-Gerät in die Arztpraxis senden können. Der Arzt kann dann per Videosprechstunde Empfehlungen
oder Änderungen der Medikation an den Patienten durchgeben, erläutert Michael Kolb, Projektleiter von TMT TeleService.
Steigerung der Lebensqualität
Für Reha-Patienten sei die Sprechstunde via Bildschirm in vielen Fällen eine vertretbare Lösung: „Videoschulungen in den Bereichen Krankengymnastik oder Ernährungsberatung
sind problemlos möglich“, betont Spona. „Damit geht eine Steigerung der Lebensqualität einher“, so Fischer weiter.
Das System könnte dabei auch zu einer Kostensenkung im Gesundheitswesen beitragen, sagt Michael Kolb. Wenn das Arzt-Patienten-Gespräch virtuell in der Wohnung des Patienten stattfinde,
gebe es keine längeren Ausfallzeiten für den Wartezimmer-Aufenthalt beim Arztbesuch, keine Reisekostenerstattungen bei chronisch Kranken und somit auch weniger Bürokratie.
>>> HannoverMesse, Halle 2, Stand C 48